Prager Burg

Was kann ich im größten geschlossenen Burgareal der Welt sehen?

Die Prager Burg, die sich von dem Berg Hradschin erhebt, ist die wichtigste Sehenswürdigkeit in Prag und das Wahrzeichen von Tschechien.

Der einstige Sitz böhmischer Könige, Kaiser des Heiligen Römischen Reichs sowie Österreichischer Kaiser ist auch heute noch das politische Machtzentrum des Landes, denn hier befindet sich der Regierungssitz des tschechischen Präsidenten.

Die Prager Burg aus dem 9. Jahrhundert birgt auf einer Fläche von knapp 7 Hektar unzählige Attraktionen, darunter der Alte Königspalast, der gotische Veitsdom, die St. Georgs Basilika und das Goldene Gässchen. Nicht nur Kirchen, Paläste und Parks gehören zum majestätischen Komplex, sondern auch einige der bedeutendsten Museen von Prag.

Ein Highlight der UNESCO-Welterbestätte ist der Wechsel der Palastwache sowie die Beleuchtung der Burg am Abend, die die architektonische Pracht besonders schön hervorhebt.

Wie komme ich zur Burg?

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man, die Prager Burg am einfachsten mit der Straßenbahnlinie 22.

Mit dieser fahren Sie von der Prager Altstadt aus bis zur Haltestelle „Pražský hrad“ (Prager Burg).

Eintritt: Die Besichtigung der Innenhöfe der Burganlage ist kostenfrei. Um die Attraktionen von innen zu sehen, muss man zwischen drei Ticket-Optionen wählen.


Top Sehenswürdigkeiten


Die wichtigsten Attraktionen in der Prager Burg

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Der Veitsdom in der Prager Burg gehört zu ...

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Oktober 8, 2020

Die St. Georgs Basilika aus dem Jahr 920 ...

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Der Schwarzenberg Palast in der Prager Burg ist ...

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Eintritt, Tickets und Führungen

Besucher*innen, die einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Prager Burg von innen besichtigen möchten, können zwischen drei Ticket-Optionen wählen. Da vor den Ticketschaltern vor Ort stets großer Andrang herrscht, empfiehlt es sich vorab ein Online-Ticket zu kaufen und so unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Insgesamt bietet die Prager Burg drei unterschiedliche Besichtigungsrundgänge an. Zusätzlich gibt es Einzeltickets für den Südturm des Veitsdoms mit der Aussichtsterrasse, für die Ausstellungen „Die Geschichte der Prager Burg“ und „Der St.-Veits-Schatz“ sowie für die Bildergalerie der Prager Burg.

Mögliche Rundgänge

  • A: Der Besichtigungs-Rundgang A enthält folgende Attraktionen: Alter Königspalast, St. Georgs Basilika, Goldenes Gässchen mit Daliborka Turm, St. Veitsdom, die Ausstellung „Die Geschichte der Prager Burg“, Rosenberg Palast
  • B: Der Besichtigungs-Rundgang B enthält folgende Attraktionen: Alter Königspalast, St. Georgs Basilika, St. Veitsdom und Goldenes Gässchen mit dem Daliborka Turm
  • C: Der Besichtigungs-Rundgang C enthält folgende Attraktionen: die Ausstellung „Der St.-Veits-Schatz“ sowie die Bildergalerie der Prager Burg
Mehr interessante Orte

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Daliborka Turm in der Burg

Der Daliborka Turm am östlichen Ende des Goldenen Gässchens stammt aus dem Jahr 1496. Er diente bis 1781 als Gefängnis. Besonders berühmt ist der Wehrturm, der nach seinem ersten Gefangenen, Dalibor von Kozojedy, benannt ist, aufgrund seines Verlieses. Der Turm ist Teil des Rundgangs A und B.

Lustschlösschen der Königin Anne

Im Königsgarten erwartet Besucher eine der schönsten Renaissance-Bauten in Mitteleuropa: das Lustschlösschen der Königin Anne. Der böhmische König Ferdinand I. ließ es von 1538 bis 1560 für seine Ehefrau Anne Jagiello bauen. Heute werden darin des Öfteren Ausstellungen präsentiert.

Ballsaal der Prager Burg

Der Ballsaal der Prager Burg steht an der Südseite des Königsgartens. Er öffnet heute für Ausstellungen, Konzerte oder besondere Anlässe seine Pforten. Im 16. Jahrhundert, zur Zeit seiner Entstehung, war er Austragungsort der beliebten Ballspiele und der zu diesem Zwecke dritte errichtete Ballsaal innerhalb der Prager Burg.

Orangerie der Burg

Die nach Plänen der Architektin Eva Jiřičná erbaute Orangerie wurde im Jahr 1999 eröffnet und ist damit der jüngste Bau im Königsgarten. Das knapp 90 m lange zylindrische Gewächshaus aus Glas und Metall sticht durch eine moderne Gestaltung hervor und ersetzt die alte Orangerie aus dem 17. Jahrhundert.

Turm des Veitsdom

Der 99 Meter hohe Südturm des Veitsdom belohnt seine Besucher mit einer wundervollen Aussicht auf Prag und Umgebung. Erbaut wurde er im 14. Jahrhundert nach Plänen von Peter Parler. Der Aufstieg der 287 Treppen eröffnet auch einen Blick auf die Glocken des Turms, darunter "Sigmund", die größte Glocke Tschechiens.

Reithalle der Burg

Die imposante Reithalle der Prager Burg aus dem 17. Jahrhundert besticht durch ihre barocke Fassade, die mit Stuckreliefs verziert ist. Sie liegt in der Straße U Prašného mostu. Von 1948 bis 1949 wurde die ehemalige Reitschule in Ausstellungsräumen umgewandelt. Seither finden hier von Zeit zu Zeit Ausstellungen statt.

Gemäldegalerie der Burg

Im 2. Burghof der Burg liegt die Gemäldegalerie, die die berühmte Kunstsammlung von Kaiser Rudolf II. zeigt. Insgesamt umfasst die Sammlung rund 4000 Werke. 100 der wertvollsten Gemälde sind davon ausgestellt. Dazu gehören Werke von Rubens, Rembrandt, Tizian, aber auch tschechischer Künstler wie Škréta.

Kaiserlicher Pferdestall

Der Kaiserliche Pferdestall wurde 1583 auf Geheiß von Kaiser Rudolf II. errichtet, der ein leidenschaftlicher Pferdeliebhaber war. Im 20. Jahrhundert wurde der Stall zu Ausstellungszwecken umgebaut. Gelegentlich dient der Kaiserliche Pferdestall auch als Austragungsort für Konzerte.

Parks in der Burg in Prague

Parks in der Burg

Paradiesgarten

Der Paradiesgarten vor der südlichen Frontseite der Burg wurde im Auftrag des Erzherzogs von Österreich, Ferdinand II., 1562 errichtet. Auch Kaiser Rudolf II. und dessen Bruder Matthias nutzten und gestalteten den Garten. Sehenswert sind vor allem die imposante Granit-Schale in der Mitte des Rasens sowie die gewaltige Treppe.

Königsgarten

Kaiser Ferdinand I. ließ den Königsgarten 1534 an der Stelle eines alten mittelalterlichen Weingartens errichten. Neben exotischen Pflanzen und botanischen Prachtstücken zeichnet sich der Renaissancegarten durch zahlreiche Bauten aus, die zur Unterhaltung der höfischen Gesellschaft erbaut wurden.

Garten auf der Schanze

Der Name dieses Gartens geht auf den Befestigungswall zurück, der sich einst an der Südseite der Burg befand, wo später die ersten Gärten angelegt wurden. Noch heute steht die Mauer, die 1849 rund um den Garten errichtet wurde. Absolutes Highlight ist die Terrasse, die einen herrlichen Ausblick auf Prag freigibt.

Hartigs Garten

Der Hartigs Garten wurde in den 1960er Jahren dem Garten auf der Schanze angegliedert. Gemeinsam mit dem Paradiesgarten bilden sie die Südgärten der Prager Burg. Seine heutige Gestaltung verdankt der Hartigs Garten vor allem den Architekten Adolf Beneš und Richard Podzemný.

Hirschgraben

Der Hirschgraben ist eine Naturschlucht auf dem Areal der Prager Burg. Der Name ist dem Umstand geschuldet, das hier unter Kaiser Rudolf II. Hochwild wie Hirsche zu Jagdzwecken gehalten wurde. In der Sommersaison kann der Hirschgraben mit einer Gesamtfläche von 8 Hektar kostenlos besichtigt werden.

Garten auf der Bastei

Der Garten auf der Bastei verweist mit seinem Namen auf die Überbleibsel der mittelalterlichen Befestigungsanlage, die hier entdeckt wurden. Der Garten befindet sich am  westlichen Rand der Burg und wurde im Zuge des Umbauprojekts während des 20. Jahrhunderts vom Burgarchitekten Josip Plečnik umgestaltet.

Wachablösung in Prague

Wachablösung

Ein besonderer Höhepunkt ist für viele Besucher die zeremonielle Wachablösung der Prager Burgwache. Ganz besonders pompös ist vor allem der große Wachwechsel, der einmal täglich stattfindet. Mit seinem militärischen Zeremoniell, das von Trommeln und Fanfaren begleitet wird, lockt er täglich ein großes Publikum an. Die Wachposten in ihren blauen Paradeuniformen sind ein beliebtes Fotomotiv für Touristen. 

Ort der Wachablösung


Die feierliche Wachablösung wird im I. Innenhof der Prager Burg, dem sogenannten Ehrenhof, vollzogen. Er bildet den Zugang zum Gelände der Prager Burg vom Westen, dem Burgplatz (Hradčanské náměstí) aus. Ein großes Gitter trennt die beiden Bereiche.

Uhrzeit: Die große Wachablösung findet seit 1990 täglich um Punkt 12 Uhr auf dem Ehrenplatz statt. Ein einfacher Wachwechsel der Burgwache erfolgt zu jeder vollen Stunde an den Eingängen der Burg.

Essen in der Prager Burg

Essen in der Prager Burg

Im historischen Ambiente der Prager Burg laden zahlreiche Restaurants und Cafés zum Dinieren und Verweilen ein. Ob traditionelle tschechische Küche, internationale Gerichte oder köstliche Snacks und Desserts, wir stellen Ihnen einige der beliebtesten Orte im Areal der Prager Burg vor:

Restaurants, Cafes und Lokale:

  • Kuchyň: Das Restaurant „Kuchyň“ Im Salmovsky Palais der Prager Burg begeistert mit einer traditionellen tschechischen Küche. Verwendet werden unter anderem Rezepte, nach denen bereits in der Palastküche im 16. Jahrhundert gekocht wurden. Hervorzuheben ist auch die schöne Aussicht von der Terrasse.
  • Terasa U Zlaté studně: Dieses Restaurant direkt neben dem Eingang der Prager Burg gehört zu den gastronomischen Highlights der Stadt. Von der Dachterrasse genießt man nicht nur den herrlichen Ausblick auf Prag, im Sommer können Gäste auch den privaten Abstieg in den Königsgarten der Prager Burg nutzen.
  • Lobkowicz Palace Café: Dieses Café befindet sich im Erdgeschoss des Palais Lobkowicz und besticht durch eine herrliche Terrasse, die einen schönen Blick auf Prag freigibt. Hausgemachte Desserts, Nudelgerichte und frische Snacks verwöhnen den Gaumen.
  • Cafe der Nationalgalerie: Ein wenig versteckt im Innenhof der Nationalgalerie liegt das charmante Café der Nationalgalerie. Es eignet sich hervorragend für eine gemütliche Verschnaufpause und um den kleinen Hunger zu stillen.
  • Restaurace U Labutí:  Dieses Lokal serviert vorwiegend typisch tschechische Gerichte. Eine gemütliche Atmosphäre und erschwingliche Preise runden das kulinarische Erlebnis ab.
Geschichte der Prager Burg

Geschichte der Prager Burg

Gegründet wurde die Prager Burg um das Jahr 880 von Prinz Bořivoj aus dem Geschlecht der Premysliden. Als erstes Gebäude wurde die St.-Marien-Kirche erbaut. Im 10. Jahrhundert folgten die St. Georgs Basilika, das gleichnamige Benediktinerkloster sowie die Kirche des Heiligen Veits. In den folgenden Jahrhunderten kamen viele Prachtbauten wie der Alte Königspalast, der Veitsdom und der Vladislav-Saal hinzu.

Nach dem verheerenden Brand von 1541 mussten große Teile der Burg wieder aufgebaut werden. Eine Blütezeit erlebte die Burg unter Kaiser Rudolf II., der die Burg 1583 zu seinem Hauptsitz machte und ausbauen ließ. Mit dem 2. Prager Fenstersturz im Jahre 1618 wurden der Dreißigjährige Krieg und die 400-jährige Herrschaft der Habsburger eingeläutet.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Prager Burg und seine Gärten vom Architekten Jože Plečnik umgestaltet. Seit 1918 ist die Burg Sitz des tschechischen Präsidenten.

Die drei wichtigsten Perioden der Entwicklung der Prager Burg waren die Folgenden:

3 wichtigsten Perioden

  • Regierungszeit von Karl IV: Während der Regierungszeit von König Karl IV., dem späteren Kaiser, in der Mitte des 14. Jahrhunderts, erlebte die Prager Burg eine Blütezeit. Unter ihm diente die Burg erstmals als kaiserliche Residenz, weswegen sie im großen Stil ausgebaut wurde. Prachtbauten aus der Zeit sind der neugestaltete Alte Königspalast und der Veitsdom.
  • Regierungszeit von Rudolf II: Ein weiterer Höhepunkt erlebte die Burg unter Kaiser Rudolf II. Dieser verlegte im Jahre 1583 seine Residenz dauerhaft in Prag und ließ die Burg großzügig umgestalten. Als Förderer von Kunst und Wissenschaft sowie aufgrund seiner Leidenschaft für Alchemie hielt er zahlreiche Gelehrte am Hof.
  • Prager Fenstersturz: Von historischer Bedeutung war der Prager Fenstersturz im Jahre 1618.  Das Ereignis, in welchem erboste tschechische Protestanten in die Prager Burg eindrangen und die katholischen Statthalter des habsburgischen Kaisers sowie den Kanzleisekretär aus dem Fenster warfen, gilt als Beginn des Dreißigjährigen Kriegs und der 400-jährigen Herrschaft der Habsburger.

Kontakt

Adresse:

Prager Burg (Pražský hrad), Hradčany, 119 08 Prag 1, Tschechien

E-Mail:

info@hrad.cz

Telefon:

+420 224 372 423, +420 224 372 419

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