Goldenes Gässchen

Aktualisiert am 7. März 2021 von Gizem
Goldenes Gässchen in Prague

Das Goldene Gässchen in der Prager Burg ist wohl die berühmteste Straße der tschechischen Hauptstadt und eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten in Prag.

In diesem kompletten Guide zum Goldenen Gässchen erfahren Sie alles über die Sehenswürdigkeiten und Geschichte sowie hilfreiche Auskünfte zu Anfahrt, Tickets und Führungen.

Was kann ich im Goldenen Gässchen machen?

Das Goldene Gässchen, auch unter dem Namen Alchemistengasse oder Goldmachergasse bekannt, gehört zur Prager Burg und ist inzwischen eine der meist besuchten Attraktionen innerhalb des Burgkomplexes.

Berühmt ist die historische Straße aus dem 16. Jahrhundert vor allem aus dem Grund, da hier die von Kaiser Rudolf II. unterstützten Alchemisten gewirkt haben sollen, um das Geheimnis der künstlichen Herstellung von Gold zu lüften sowie um den Stein der Weisen zu finden.

Besucher können die rund ein Dutzend Häuser besichtigen, die die knapp 100 Meter lange Straße säumen. Bei einem Spaziergang entlang des malerischen Straßenzugs können Besucher den Spuren einstiger Bewohner folgen und sehen wie die Arbeiterschaft von Prag im 16. Jahrhundert lebte.

Bewundert werden können die mittelalterlichen Inneneinrichtungen sowie die Ausstellungen, welche in den bunten Häusern präsentiert werden und das Leben in der Alchemistengasse von 1600 bis 1956 illustrieren. Spannend sind vor allem die Ausstellung mittelalterlicher Rüstungen und Foltergegenständen, die im langen Wehrgang im 1. Stock über der Gasse gezeigt wird.

Viele der historischen Häuser dienen heute auch als Souvenir– oder Handwerksläden. In einigen werden auch mittelalterliche Aktivitäten wie Armbrustschießen angeboten.

Wer möchte kann über die Treppe im Haus Nr. 12 die Terrasse vor dem Daliborka-Turm erreichen. Der Kanonenturm diente bis 1781 als Gefängnis und kann im Rahmen des Besichtigungsrundgangs ebenfalls besucht werden.

Besondere Häuser

  • Franz Kafka Wohnhaus: Eines der berühmtesten Häuser ist das Haus mit der Hausnummer 22, in dem der Schriftsteller Franz Kafka von 1916 bis 1917 lebte und arbeitete.
  • Jaroslav Seifert Wohnhaus: Ebenfalls ein einstiger Bewohner des Goldenen Gässchens ist Jaroslav Seifert, der 1984 den Nobelpreis für Literatur gewann.
  • Haus Nr. 12: In diesem Wohnhaus kamen früher Dichter und Schriftsteller wie Vítězslav Nezval u Jiřího Mařánka, František Halas und Jaroslav Seifert zusammen.
  • Haus Nr. 13: Das Haus Nr. 13 gibt Einblick in das Leben eines Burgschützen.
  • Haus Nr. 14: Hier lebte die bekannte Wahrsagerin Matylda Průšová.

Eintritt, Tickets Führungen

Eintritt, Tickets Führungen
  • Tickets: Der Eintritt ist im Rundgang A und B durch die Prager Burg enthalten. Das Goldene Gässchen kann nach 18 Uhr auch kostenlos besichtigt werden. Allerdings sind nach 18 Uhr alle Gebäude geschlossen.
  • Führungen:  

Rundgang A – Der Besichtigungs-Rundgang A der Prager Burg enthält folgende Attraktionen: Alter Königspalast, Ausstellung Die Geschichte der Prager Burg, St. Georgs Basilika, Goldenes Gässchen, St. Veitsdom, Rosenberg Palast

Rundgang B – Der Besichtigungs-Rundgang B der Prager Burg enthält folgende Attraktionen: Alter Königspalast, St. Georgs Basilika, St. Veitsdom und Goldenes Gässchen mit dem Daliborka Turm

  • Tipp: Da vor den Ticketschaltern vor Ort stets großer Andrang herrscht, empfiehlt es sich vorab ein Online-Ticket zu kaufen. Mehr zu den Tickets finden Sie hier.
  • Bitte beachten: Am Eingang zum Areal der Prager Burg findet eine Sicherheitskontrolle statt, der sich alle Besucher unterziehen müssen.

Wie komme ich zum Goldenen Gässchen?

Wie komme ich zum Goldenen Gässchen

Das Goldene Gässchen befindet sich an der Innenmauer der Prager Burg, die auf einem Hügel im Zentrum von Prag steht. 

Man erreicht die Burg am einfachsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, indem man die Straßenbahnlinie 22 nimmt. Mit dieser fährt man von der Prager Altstadt aus bis zur Haltestelle „Pražský hrad“ (Prager Burg).

Das Goldene Gässchen liegt an der nordöstlichen Burgmauer, zwischen dem Weißen Turm und dem Daliborka-Turm.

Geschichte der Gasse

Geschichte der Gasse

Die Anfänge des Goldenen Gässchens gehen auf den Bau der nördlichen Befestigung im 15. Jahrhundert zurück.

Die insgesamt 24 Burgwachen von Kaiser Rudolf II., die sogenannten roten Schützen, benötigten eine Unterkunft. Aus diesem Grunde gab der Kaiser die Anordnung Häuser für seine Wachen zu errichten.

Im Laufe des 16. Jahrhundert wurde die Gasse immer beliebter und Bedienstete der Burg sowie Handwerker, Gastwirte und Goldschmiede zogen in die kleinen Häuser ein. Den Goldschmieden verdankt die Gasse auch ihren heutigen Namen. Der Legende nach, soll es sich bei diesen Goldschmieden um Alchemisten von Kaiser Rudolf II., gehandelt haben, der eine Leidenschaft für die Alchemie hegte. Unter seiner Herrschaft entwickelte sich Prag zur Hochburg der Alchemie.

Im 19. Jahrhundert waren die Häuser und die Gegend allerdings sehr heruntergekommen, weswegen sie nur noch von Menschen bewohnt wurden, die unter Armut litten. Nichtsdestotrotz gestaltete sich der Ort zu einem beliebten Treffpunkt der intellektuellen Szene. Die Gebäude waren bis zum Zweiten Weltkrieg noch bewohnt.

Nach anschließenden Renovierungsarbeiten, in dem der Charakter der Gasse erhalten bleiben konnte, entwickelte sich das charmante Goldene Gässchen mit seinen kleinen, bunten Häusern zum Touristenmagnet.

Kontakt

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