Rosenberg Palast

Aktualisiert am 18. Februar 2021 von Gizem
Rosenberg Palast in Prague

Der Rosenberg Palast in der Prager Burg ist ein ehemaliger Stift für adelige Frauen.

In diesem Guide zum Rosenberg Palast erfahren Sie alles über die Sehenswürdigkeiten, Geschichte sowie hilfreiche Auskünfte zu Anfahrt, Tickets und Führungen.

Was kann ich im Rosenberg Palast machen?

Der Rosenberg Palast, der im 16. Jahrhundert vom Adelsgeschlecht der Rosenberger errichtet wurde, diente einst als Stift für adelige Damen.

Auf Geheiß von Kaiserin Maria Theresia gegründet, widmete sich das Stift  der Erziehung von Töchtern aus Adelsfamilien, die älter als 23 Jahre waren.

Dauerausstellung

Heute können Besucher in der Dauerausstellung die Räumlichkeiten des Renaissance-Palasts besichtigen. Da sich der Palast seit dem Umbau zum Stift kaum verändert hat, gewährt er interessante Einblicke in das ehemalige Damenstift und sticht unter den Prager Sehenswürdigkeiten hervor.

Besichtigt werden können die Zimmer der Adelstöchter, welche in der 1. und 2. Etage des Palais untergebracht waren. Das Apartment der Äbtissin, Gesellschaftsräume, der Kapitelraum, der Chor und die Wirtschaftseinrichtungen bildeten einen weiteren Teil.

Besonders sehenswert ist die barocke Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit und der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau Maria. Herrliche Wandgemälde von Josef Hager und Jan Petr Molitor schmücken das Gotteshaus.

Herzstück ist der rekonstruierte, prunkvolle Rosenbergsaal, der aus der Zeit der Renaissance stammt.

Eintritt, Tickets und Führungen

  • Tickets: Der Eintritt ist im Rundgang A durch die Prager Burg enthalten.
  • Führungen: Der Besichtigungs-Rundgang A der Prager Burg enthält folgende Attraktionen: Alter Königspalast, Ausstellung Die Geschichte der Prager Burg, St. Georgs Basilika, Goldenes Gässchen, St. Veitsdom, Rosenberg Palast
  • Tipp: Da vor den Ticketschaltern vor Ort stets großer Andrang herrscht, empfiehlt es sich vorab ein Online-Ticket zu kaufen. Mehr zu den Tickets finden Sie hier.
  • Bitte beachten: Am Eingang zum Areal der Prager Burg findet eine Sicherheitskontrolle statt, der sich alle Besucher unterziehen müssen.

Wie komme ich zum Rosenberg Palast?

Der Rosenberg Palast befindet sich in der Prager Burg, die auf einem Hügel im Zentrum von Prag steht. 

Man erreicht die Burg am einfachsten mit dem öffentlichen Verkehr, indem man die Straßenbahnlinie 22 nimmt. Mit dieser fährt man von der Altstadt aus bis zur Haltestelle „Pražský hrad“ (Prager Burg).

Das Palais liegt im Südosten der Prager Burg.

Geschichte

Die Geschichte des Rosenberg Palasts reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück, als an dem Standort bereits einige Häuser standen.

Nach einem verheerenden Brand im Jahre 1541, in welchem die Prager Burg ausbrannte, wurden auch diese Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Daraufhin ließen die Herren von Rosenberg von 1545 bis 1574 ein eindrucksvolles Palast im Stil der Renaissance erbauen.

Anfang des 17. Jahrhunderts kaufte Kaiser Rudolf II. das prachtvoll eingerichtete Palais ab und ließ es mit dem nebenstehenden Königlichen Palast verbinden.

Nachdem Kaiserin Maria Theresia 1753 den Stift für adelige Damen gründete, ließ sie die Residenz umbauen. In dem Stift, das für Töchter aus Adelsfamilien bestimmt war, die älter als 24 Jahre waren, konnten etwa 30 Frauen leben. Die Leitung übernahm eine unverheiratete Erzherzogin aus der Familie Habsburg-Lothringen, die den Titel der Äbtissin trug. Die erste Äbtissin war Erzherzogin Maria Anna, die Tochter von Kaiserin Maria Theresia. 

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde das Stift aufgelöst und gehörte bis 1990 dem Innenministerium.

Von 1996 bis 2007 wurde der Rosenberg Palast rekonstruiert. Seit 2010 erstrahlt das Palais in altem Glanz und ist im Rahmen des Besichtigungsrundgangs A der Prager Burg wieder öffentlich zugänglich.

Kontakt

  • Adresse: Rosenberg Palast, Pražský hrad, 119 01 Praha 1 – Hradčany
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinie 22 bis „Pražský hrad“
  • Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten des Rosenberger Palastes finden Sie auf der Webseite der Prager Burg.

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